Equisetum palustre Go GPL
Sumpf-Schachtelhalm, Duwock, Schaftheu, Kuhtod, Pferdeschwanz, Haarmoos, Kuhmoos
Prèle de marais, Prêle commune, Queue de cheval, Herbe aux grenouilles
Equiseto palustre, Coda di cavallo
Marsh horsetail, Scouring rush

Beschreibung und Bilder
Gefährlichkeitsgrad
Sehr stark giftig +++
 
Hauptwirkstoffe
Alkaloide Palustrin (Equisetin), Palustridin, Enzym Thiaminase, Aconitsäure, Spuren von Nicotin, Saponin, Kieselsäure und Oxalsäure. Toxine sind auch im Dürrfutter wirksam.
 
Wirkungsmechanismen
Thiaminase-Aktivität zerstört Vitamin B1 (Thiamin), was zu einer Akkumulation von Pyruvat im Blut führt, da die Umwandlung in Acetyl-CoA gehemmt wird.
 
Letale Dosis
Pferd: Heu mit 20% Sumpf-Schachtelhalm-Anteil während ca. 1 Monat.
 
Klinische Symptome
Pferd (Taumelkrankheit): Übererregbarkeit, Muskelzittern, Zuckung der Gesichtsmuskeln, Bewegungsstörungen, Mydriasis, Taumeln, Lähmungen der Hinterhand, Zusammenbrechen, Verenden infolge Erschöpfung.
Wiederkäuer: Abnahme des Milchertrages, bitter schmeckende, wässrig-blaue Milch, schwarzer Durchfall, Lähmungserscheinungen, Taumeln, Apathie, Ataxie der Hinterhand, als Folgeschäden Unfruchtbarkeit, Abort.
 
Therapie
Symptomatische Therapie (Speziesauswahl)
Vitamin-B1-Gabe (Futterhefe)
 
Sektionsbefunde
Nieren- und Leberdegenerationen.
Literatur